Der norwegische Forscher Alex Obach war kurz davor, die Antwort auf ein großes Problem zu finden, schon lange hatte er sich mit den Fischschwärmen in den Ozeanen beschäftigt, mit den Preisen für Lachsfilets auf den internationalen Märkten und den Routen der Fischkutter, da rief er noch einmal eine gute Bekannte in Spanien an. Er brauchte Gewissheit, dass sein Plan aufgehen würde. Die Bekannte, eine Ernährungswissenschaftlerin im Zoo von Barcelona, sagte den entscheidenden Satz: "Auch Löwen können zu Vegetariern werden." Löwen, die in Afrika Gazellen reißen, verwandeln sich in Tofu-Tiere? "Ich versichere dir: Die Löwen bleiben danach trotzdem wilde Tiere und werden nicht zu Häschen", erwiderte die Freundin am anderen Ende der Telefonleitung, und Alex Obach war sich nun ganz sicher: Was bei Löwen hinhaut, das muss auch bei Lachsen klappen. Die Lachse in den Fischfarmen, das war Obachs Plan, sollen umerzogen werden. Sie sind zwar Raubfische, sollen aber aufhören, das Übliche zu fressen, zu Pellets gepresstes Trockenfutter aus Fischöl und Fischmehl. Sie sollen sich an pflanzliche Kost gewöhnen.