Silva aus Damaskus drischt die Bälle mit dem Vollspann aufs Tor, unhaltbar auf diesem Bolzplatz mit den kurzen Distanzen. Das Mädchen solle aber besser mit der Fußinnenseite schießen, sagt ihre Trainerin Tuğba Tekkal, dann hätten auch die anderen eine Chance. Das hilft. Jetzt zeigt Hawzheen, die aus einem nordirakischen Dorf bei Dohuk stammt, ihre Torhüterinnenqualitäten. Sie bekommt mehr Bälle zu fassen oder wehrt sie mit den Beinen ab. Hechten geht auf dem Ascheboden nicht, da würde sie sich die Haut aufschürfen. Silva aus Syrien spielt mit Tuğba aus Deutschland gegen die Irakerinnen Halbast, Hejin und Hawzheen. Normalerweise trainieren sie auf Rasen im Kölner RheinEnergie-Stadion. An diesem Julitag ist nach 18 Toren Schluss, zu heiß, zu staubig. Die Mädchen ziehen sich um. Jetzt: Eis essen!