Eine Kabeltrommel ist dazu da, steckdosenferne Orte, etwa im Garten, mit Strom zu versorgen. Aber viele Menschen benutzen sie auch sonst als Kabelverlängerung mit variabler Länge, und häufig bleibt dann der größte Teil des Kabels auf der Trommel aufgewickelt. Das kann tatsächlich gefährlich werden, warnt zum Beispiel der TÜV Rheinland.

Der Grund dafür ist aber nicht, wie man manchmal liest, dass das aufgewickelte Kabel eine Spule darstellen würde. Es geht um ein viel einfacheres physikalisches Phänomen: Wenn Strom durch einen Leiter fließt, der einen gewissen elektrischen Widerstand hat, entsteht Wärme – und zwar umso mehr, je höher die Stromstärke ist. Hängt man ein Radio an die Kabeltrommel, wird nicht viel passieren.

Aber wenn es zum Beispiel ein Heizlüfter mit 2.000 Watt ist, dann fließt viel Strom, und das führt zu einer entsprechenden Erwärmung des Kabels. Ein abgerolltes Kabel gibt diese Wärme an die Luft ab, auf der Rolle dagegen staut sie sich, die Isolation kann schmelzen, und es kann zum Kurzschluss kommen.

Die zulässige Gesamtbelastung ist übrigens auf jeder Kabeltrommel angegeben, und man sollte sich unbedingt daran halten.

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