Die Münchner Stiftung Pfennigparade, in der Behinderte leben, zur Schule gehen und arbeiten, richtete mithilfe der Münchner Schachstiftung ihr inzwischen zehntes Schachturnier Taktikwitz und Geistesblitz aus. Schach ist der ideale Sport für die zwar körperlich oft Schwerstbehinderten, die auf Rollstühle und Atemgeräte angewiesen sind, aber beim "königlichen Spiel" Gesunden Paroli bieten können.

Beim diesjährigen Turnier war auch der Bahnchef Richard Lutz als Schirmherr dabei, wobei er sich viel Zeit für Gespräche mit den Teilnehmern nahm. Lutz: "Schach verbindet Menschen, woher auch immer sie kommen. Es sorgt dafür, dass wir uns – im wahrsten Sinne des Wortes – an einen Tisch setzen."

Das tat er denn auch, um mit seinem Partner, Großmeister Gerald Hertneck, in einer Tandem-Blitzpartie das Duo aus Großmeister Stefan Kindermann und Roman Krulich (alle drei Mitglied der Münchner Schachstiftung) im Mattangriff zu besiegen.

Offenbar beherrscht der heutige "Herr der schwergewichtigen Züge" immer noch jene unendlich leichteren – und doch manchmal auch recht schweren – am Schachbrett.

Als Vertreter Deutschlands nahm Richard Lutz 1983 an der Europa-Juniorenmeisterschaft in Groningen teil und eroberte den geteilten neunten Platz unter 30 Teilnehmern, darunter viele heutige Großmeister.

Mit welcher petite combinaison besiegte er als Weißer den Luxemburger Jean Marc Wagner?

Lösung aus Nr. 33:

Der schwarze König ist bedroht, doch die Königin muss dran glauben. Wie gewann Weiß am Zug?

Nach dem Läuferopfer 1.Lxg7! gab Schwarz schon auf, weil er nach 1...Lxg7 2.Dh5 (droht matt auf h7) h6 3.Lh7+! die Dame verlöre: 3...Kxh7 4.Dxc5