Der Schachclub 1868 Bamberg feiert heuer sein 150-jähriges Bestehen. Zahlreiche Weltmeister, von Botwinnik über Tal, Petrosjan, Spasski und Bobby Fischer bis zu Karpow, aber auch Keres und Kortschnoi, waren in Bamberg.

Drei Mal war der Club Deutscher Mannschaftsmeister – mit einer reinen Amateurmannschaft, aber einem starken "Triumvirat" aus dem Karl-May-Verleger Lothar Schmid, mir selbst und dem Amtsrichter Hans-Günter Kestler an der Spitze.

Tempi passati. Vor einigen Jahren torkelte der einst so ruhmreiche Schachclub sogar, nahezu moribund, dem Abgrund entgegen. Glücklicherweise übernahm dann der Neurologieprofessor Peter Krauseneck das Zepter und leitete mit engagierten MitstreiterInnen eine imposante Wende ein, inzwischen ist der Club mit 165 Mitgliedern wieder "pumperlgsund". Geglückte Therapie!

Zur großen Freude aller hielt Bundesfinanzminister a. D. Peer Steinbrück im Erzbischöflichen Bistumshaus den Festvortrag Schach und Politik, passend zur Stätte sogar "um Gottes Lohn". Fundiert und launig erwähnte er auch den Essay The Morals of Chess des amerikanischen Staatsmanns Benjamin Franklin mit den Tugenden Voraussicht, Umsicht und Einsicht – oh, herrschten diese doch auch in der heutigen Politik, nicht zuletzt in Franklins Heimatland!

Ach, Deutscher Pokalsieger war Bamberg auch, nicht zuletzt weil Reinhold Seppeur 1984 den für Solingen spielenden Boris Spasski matt setzte. Wie gelang ihm dies als Weißem?

Lösung aus Nr. 34:

Mit welcher Kombination gewann Weiß entscheidend Material?

Nach dem Qualitätsopfer 1.Txd5! Txd5 lenkte der Bauernvorstoß 2.g4! die schwarze Dame vom Feld d1 ab, und nach 2...Dg5 3.Td1 gab Schwarz wegen des Verlusts des gefesselten Turms auf