Dass Zigaretten schlecht für die Gesundheit sind, bekommen Raucher oft genug gesagt. Aber auch die Kippen, die sie achtlos in die Landschaft schnippen, sind schädlich. Für das Grundwasser, den Boden und die Organismen, die darin leben.

Im Schnitt raucht jeder Erdenbürger zwei Zigaretten pro Tag. Etwa zwei Drittel davon werden achtlos weggeworfen. Die Filter, die den Raucher vor einem Teil der Zigarettengifte schützen, geben die toxischen Stoffe an die Umwelt ab. Forscher der kalifornischen San Diego State University haben 2011 untersucht, wie viele Kippen man braucht, um Stinte und Elritzen zu vergiften. Das Ergebnis, veröffentlicht in der Zeitschrift Tobacco Control: Bei einem Stummel pro Liter Wasser starb die Hälfte der Fischchen.

Das meiste Gift stammte aus den Tabakresten und dem Kondensat, das im Filter gesammelt war. Aber auch die reinen Filter, deren Zellulose Jahre in der Umwelt überdauern kann, sind mit Chemikalien getränkt. Bei einer Fischsorte reichten fünf Filter pro Liter aus, um die Hälfte der Tiere hinwegzuraffen.

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