Die Agenten kauerten im Dunkel der Nacht, darauf lauernd, dass die iranischen Wachleute ihre Abendrunde beendeten. Als sie endlich die Türen hinter sich abschlossen, lag die Lagerhalle in einem Industriegebiet am Stadtrand von Teheran so schläfrig da wie in all den Nächten zuvor. Einen Augenblick später begann eine fast sieben Stunden andauernde Operation, die aus einem Drehbuch für Mission Impossible oder Ocean’s Eleven stammen könnte: Ein Kommando des israelischen Geheimdienstes Mossad brach in die Lagerhalle ein und stahl mehr als hunderttausend Dokumente der iranischen Regierung, in denen detailliert beschrieben wird, wie das Regime nach einer Atombombe strebte. Die Operation, die in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 2018 stattfand, hat das Potenzial, die Geschichte des Nahen Ostens zu verändern.