Seitdem ich als Teil der Zivilgesellschaft aufgefordert bin, mich aktiver als bisher am Kampf gegen Rechtsextremismus zu beteiligen, grüße ich nicht mehr mit dem appeasementhaften "Guten Morgen" oder einem eskapistischen "Guten Tag". Ich schreie jetzt immer: "Alerta, alerta, Antifascista!"

Um meinen neuen Widerstandsgeist erkennbar werden zu lassen, habe ich im Internet Antifa-T-Shirts bestellt. Zwischen den Aufdrucken "Nazis haben kleine Pimmel", "Kein Sex mit Nazis", "Liberté, Egalité, FUCK AfD", "Mein Sport Nazi Mord" und "Alternative fickt Deutschland" konnte ich mich allerdings nicht entscheiden. Und so besitze ich nun halt fünf Baumwoll-Belege meines Antifaschismus. Die passende Musik habe ich mir downgeloadet: Fuck Nazi Symphony von aus-rotten, Nazi Fucker! von Toxic Bonkers, Nazi atrocities von Dropdead, das Heimatlied von Brachland und natürlich Deutsche raus aus Deutschland von The Buttocks. Nun müssen mir Freunde aus dem Hambacher Forst nur noch verraten, woher man die Exkremente bekommt, mit denen man Polizisten bewerfen kann – und dann habe ich alles beisammen, was aufrechte Demokraten zur Verteidigung der liberalen Demokratie brauchen.