Acht Jahre war er alt, als ihn sein herzoglicher Vater zu seinem Stellvertreter ernannte. Ein Wunder, dass er seine Jugend überlebte, denn seine Erzieher und Ratgeber starben einer nach dem anderen, meist gewaltsam. Gerade volljährig, musste er sich 14 Jahre lang gegen Aufstände wehren, dann hatte er sein Land im Griff – dank der Kirche und eines neuen Amtsadels. Die Verwandtschaft mit einem kinderlos gestorbenen König nahm er zum Anlass, gegen den neu gewählten Nachfolger den Thron zu beanspruchen. Er sammelte ein Heer, überwand mit Geschick ein natürliches Hindernis und schlug dessen Truppen. Sein Gegner fiel in der Schlacht. Zwei Monate später wurde er zum König gekrönt, eroberte Stück für Stück sein neues Reich und ging dabei rabiat gegen Aufständische und Eindringlinge vor.

Als hätte er nicht schon genug Feinde, rebellierte einer seiner Söhne gegen ihn, dann hetzte ein Halbbruder seine Untertanen gegen ihn auf. Er kämpfte mit immer brutaleren Mitteln gegen einen räuberischen König aus dem Norden und gegen Invasoren aus Übersee.

Seinem Königreich verordnete er ein einzigartiges Werk: Ein Grundbuch erfasste die Besitzverhältnisse als Steuergrundlage und verzeichnete die wehrpflichtigen Männer.

Zuletzt verteidigte er sich in seinem Stammland gegen einen Nachbarn. Auf seinem blutigsten Feldzug verwüstete er dessen Land und machte eine Stadt dem Erdboden gleich. Verletzt starb er in seiner Residenz, er war so dick geworden, dass er in seinen Sarkophag gequetscht werden musste. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 38:

Jacques-Yves Cousteau (1910–1997) war ein französischer Meeresforscher, Filmemacher und Umweltschützer. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts lockte der Kapitän der "Calypso" die Zuschauer mit Filmen und der Serie Geheimnisse des Meeres vor den Fernseher. Die vier Enkel engagieren sich ebenfalls für den Schutz von Ozeanen