Belletristik

Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex 3. Das Ende der Trilogie über den abgerockten, obdachlosen Plattenverkäufer Subutex: die raue Pariser Echtwelt, beschrieben in einer mitreißend direkten Sprache. Kiepenheuer & Witsch, 22,– €

Nana Ekvtimishvili: Das Birnenfeld. Georgien, 1990er-Jahre: Das Land versinkt im Chaos, Mütter verlassen ihre Kinder. Dieser menschlich anrührende Roman erzählt vom Zusammenhalt der Verlorenen. Suhrkamp, 16,95 €

Helene Hegemann: Bungalow. Ein intensiver Roman über ein Mädchen und seine alkoholkranke Mutter, in dem man die Angst vor unserer Gegenwart in jeder Zeile pochen hört. Hanser, 23,– €

Bodo Kirchhoff: Dämmer und Aufruhr. Ein Nachkriegsleben zwischen Missbrauchserfahrungen und Lacan-Seminaren: Kirchhoffs autobiografischer, glänzend geschriebener Roman ist selbst ein Stück deutscher Geschichte. FVA, 28,– €

Michael Köhlmeier: Bruder und Schwester Lenobel. Etwas für Fortgeschrittene: ein fulminantes und sprachmächtiges Porträt der Seelenabgründe, Liebesverluste und Träume der Generation gebildeter Babyboomer. Hanser, 26,– €

Michael Ondaatje: Kriegslicht. Die Geschichte einer Kindheit im London der unmittelbaren Nachkriegszeit, ein poetischer Agentenroman voller Spannung und überraschender Wendungen, erzählt von einem absoluten Könner. Hanser, 24,– €

Lukas Rietzschel: Mit der Faust in die Welt schlagen. Der Roman spielt in Sachsen, Neonazis kommen vor. Aber es geht um mehr: Rietzschel ist 24, und er beschreibt eine deutsche Provinzjugend so meisterhaft, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Ullstein, 20,– €

Robert Seethaler: Das Feld. Geht doch: Dieses Buch über die Toten eines Dorfes beweist, dass subtile literarische Qualität und Bestseller-Erfolg sich nicht ausschließen müssen. Hanser, 22,– €