Der 31-jährige Christian K. gründete die Chatgruppe "Revolution Chemnitz" und lud sieben Neonazis ein, um "die Geschichte Deutschlands zu ändern", möglicherweise gewalttätig. Die Gruppe plante Anschläge auf Ausländer, Politiker und linke Aktivisten, sogar einen Umsturz. Nach Festnahmen durch die Bundesanwaltschaft wird von einer hohen Terrorismusgefährdung gesprochen. Die Gruppe besteht aus bekannten Rechtsextremisten, darunter Martin H. und Tom W. Die Festnahmen beleben die Debatte über Rechtsterrorismus in Sachsen, insbesondere nach den Ereignissen in Chemnitz nach dem Tod von Daniel Hillig. Christian K. und seine Freunde waren in die Proteste involviert und griffen später Jugendliche an. Die Gruppe plante den Kauf von Schusswaffen für den politischen Kampf, aber bei einer Razzia wurde keine Waffe gefunden. Die Bundesanwaltschaft entschied sich für eine frühe Festnahme aufgrund der ernsthaften Bedrohung, die von "Revolution Chemnitz" ausging.
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Die Botschaft, die Christian K. am Abend des 10. September in den
Messengerdienst Telegram tippte, hätte eindeutiger kaum ausfallen können. Der 31-jährige
gelernte Elektriker hatte soeben eine neue Chatgruppe gegründet, die er "Revolution Chemnitz"
nannte und zu der er sieben Neonazis einlud. Es gehe darum, schrieb K., "die Geschichte
Deutschlands zu ändern". Dies könne möglicherweise "nicht gewaltfrei" erreicht werden und
"Opfer fordern". Die zum Chat eingeladenen Kameraden hätten in den vergangenen Jahren auf
unterschiedlichste Weise Erfahrungen im politischen Engagement sammeln können, warb K. Nun
gehe es darum, diese Fähigkeiten zu bündeln: "Wir wollen an einem Strang ziehen." Und als
wolle er klarmachen, an wem er sich orientiere, fügte er an: Der Nationalsozialistische
Untergrund, jene Terrortruppe also, auf deren Konto zehn Morde gehen, wirke doch nur "wie eine
Kindergartenvorschulgruppe".