Andrea Meinhold* wusste, dass sie ohne ihre Medikamente nicht die Kraft für ein Kind haben würde. Seit Jahren litt die 37-Jährige unter einer bipolaren Störung, pendelte zwischen Manie und Depression. Bei ihrem letzten Klinikaufenthalt fanden die Ärzte schließlich eine Medikamentenkombination, unter der es Meinhold endlich besser ging. So gut, dass sie sich nun ihren Kinderwunsch erfüllen wollte. Gleichzeitig aber war klar, dass sie die potenten Arzneien nicht absetzen durfte, wollte sie psychisch stabil bleiben. Damals ging ihr nur eine Frage durch den Kopf: "Kann ich trotz der Psychopharmaka ein Kind austragen, ohne es dadurch zu schädigen?"