Mehr als 16 Jahre lang hat Maik I. sie alle genarrt. 16 Jahre lang hat er niemandem ein Sterbenswörtchen gesagt über das Leben, das er wirklich führte. 16 Jahre lang hat er keine Schwäche gezeigt. Jetzt, auf der Anklagebank, da dauert es kaum eine Viertelstunde, bis Maik I. hemmungslos weint. Als würde er erst in diesem Moment, in dem die Staatsanwältin vorträgt, was sie diesem Mann zur Last legt, merken, dass sein Leben eine große Lüge ist. Dass er in all den Jahren nicht nur ein treusorgender Familienvater war und ein guter Fußballkumpel, sondern vor allem: ein Bankräuber.