Vielleicht kennt ihr die Comicreihe Tim und Struppi mit dem Reporter Tim und seinem kleinen Hund Struppi. Die beiden erleben immer wieder Abenteuer in weit entfernten Ländern. Ausgedacht hat sich die Geschichten der belgische Zeichner Hergé vor bald 90 Jahren. Hergé lebt schon lange nicht mehr, trotzdem kann man nun einen neuen Comic von ihm lesen. Na ja, einen neuen, alten Comic. Der berühmte Zeichner hat vor rund 90 Jahren nicht nur Tim und Struppi erfunden, sondern auch Stups und Steppke, zwei freche Jungs. Deren Abenteuer sind nun noch einmal neu in zwei großen Bänden erschienen.

Stups und Steppke leben in der belgischen Stadt Brüssel, sind vorlaut und frech und spielen den Erwachsenen gerne Streiche. Oder sie bauen Dinge, die dann wieder in sich zusammenfallen. Immer auf einer Doppelseite wird eine kleine Geschichte erzählt, die meistens witzig ist. Und wenn nicht, einfach umblättern, dann kommt schon die nächste.

Natürlich wirkt alles etwas altmodisch. Weil die Comics vor so langer Zeit entstanden sind, gibt es noch keine Handys oder Spielkonsolen, ja noch nicht einmal viele Autos. So wird das Comiclesen zur Zeitreise. Man kann vergleichen: Was war früher anders? Was gab es damals, heute aber nicht mehr? Und wer ganz aufmerksam liest und schaut, der kann noch etwas entdecken: den Hund Struppi, der von Zeit zu Zeit durchs Bild läuft. Umgekehrt haben auch Stups und Steppke Gastauftritte beim Reporter mit seinem Hund. So kann man mit den beiden Jungs nicht nur durch die Zeit, sondern auch durch Hergés Werk reisen.

Hergé: Stups und Steppke (Band 1 und 2 im Schuber). Carlsen Verlag 2018; 152 S. und 184 S., 50,– €