Toni ist ein richtiger Straßenfußballer. So oft es geht, kickt er draußen mit seinen Freunden. Eines Tages sieht er ein Werbeplakat, das ihn aus den Socken haut: "Dein Talent und Renato Flash ... ein unschlagbares Team" steht da drauf. "Renato Flash", so heißt ein neuer Fußballschuh, empfohlen von Renato, dem Fußballstar. Den muss er haben, beschließt Toni. Nur kosten die Schuhe fast 80 Euro. Die hat Toni nicht. Und seine Mutter findet: So viel Geld für ein Paar Schuhe ist Quatsch. (Sie kann sich nicht mal merken, dass die Wundertreter weder "Ricardo Flash" noch "Roberto Flash" heißen.)

Also fängt Toni an, sich das Geld selbst zu verdienen. Er trägt Prospekte aus (das bringt ein paar Scheine), er macht mit einem Freund Straßenmusik (für nur ein paar Münzen) und kommt noch auf viele andere Ideen (Flohmarkt, als Model arbeiten, Hund ausführen). Reich allerdings, so viel sei verraten, wird er nicht. Aber dann ist Weihnachten ...

Der Illustrator und Autor Philip Waechter hat Tonis Turnschuh-Abenteuer sehr fein gezeichnet und jedem Geld-verdien-Versuch einen eigenen Farbton gegeben. Mit den Figuren freundet man sich sofort an und hat an einigen Stellen richtig Mitleid. Waechter war wohl auch wichtig, dass Toni bei seinen Unternehmungen etwas lernt: was Freundschaften wert sind etwa, wie Geld Leute verändern kann – und auch, dass Mütter manchmal alles richtig machen, selbst wenn man das erst nicht glauben mag.

Philip Waechter: Toni. Und alles nur wegen Renato Flash. Beltz & Gelberg Verlag 2018; 67 S., 14,95 €