Jacek Jaśkowiak ist nur ein Bürgermeister, seine Themen sind die Straßenbahn, die Müllabfuhr, das Stadttheater. Aber er hat es mit dem mächtigsten Mann Polens aufgenommen, einem Mann, den viele Menschen für unbesiegbar halten. An diesem Freitagabend Ende September geht die Sonne gerade unter, als Jaśkowiak in seiner Heimatstadt Posen auf die Bühne einer Strandbar an der Warthe steigt. Die Bar sieht aus, als könnte sie auch in Berlin liegen, in Paris oder Barcelona. Liegestühle und Sonnenschirme, gewollt chaotisch zwischen ausrangierten Containern verteilt. Urbaner Industrieschick. Normalerweise gibt es hier Lesungen, Konzerte, Ausstellungen. Heute ist Wahlkampf.