Er war in vielen Künsten zu Hause und blieb doch ein Einzelgänger. Nach dem frühen Tod des Vaters erzog ihn seine Mutter allein. Sie schickte ihn in eine Reformschule, dort attestierte ihm ein Lehrer einen "außergewöhnlichen Form- und Farbsinn". Mit seiner jüdischen Mutter litt er unter rassistischer Verfolgung. Das Studium an einer Kunstakademie brach er schnell ab, ging auf ausgedehnte Reisen durch Europa und Nordafrika, suchte den Kontakt zu Malern der Avantgarde und entwickelte in der Auseinandersetzung mit ihnen seine dekorative, leuchtend farbige "vegetative" Malerei um ein zentrales Motiv: den beseelten Baum.

Seine naturverbundene Ästhetik verband er mit ökologischem Engagement. So kaufte er Land, bepflanzte es mit Bäumen und gab es der Natur zurück, und er nutzte Sonnenenergie und Wasserkraft bei seinen Architekturprojekten. Seine Baukunst war Protest gegen die gerade Linie, die er für "gottlos" hielt. Formenvielfalt, üppige Dekoration mit zweckfreien Elementen und kontrastreiche Farbigkeit erinnern an orientalische Bauten. Immer wieder äußerte sich der Maler in Manifesten zum Naturschutz und zu den Grundsätzen der Architektur.

Experimentierfreudig wie nur wenige Künstler seiner Zeit, erfand er neue grafische Verfahren, um die Leuchtkraft der Farben zu steigern und überraschende Bildwirkungen zu schaffen, gestaltete Bücher als Gesamtkunstwerke und entwarf Briefmarken und Tapisserien.

Der rastlos Reisende starb an Bord eines ökologisch anrüchigen Kreuzfahrtschiffes. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 42:

Claudio Pizarro, geb. 1978 in Peru, ist mit mehr als 190 Treffern der beste ausländische Torschütze der Fußballbundesliga. Im Sommer wechselte der Stürmer zum fünften Mal zu Werder Bremen, wo er 1999 begonnen hatte. Mit lockerer Lebensart und einer skandalös endenden Feier von Perus Nationalteam sorgte er für Schlagzeilen