Zum 150-jährigen Jubiläum des Schachclubs 1868 Bamberg hielt Bundesfinanzminister a. D. Peer Steinbrück den Festvortrag Schach und Politik, bei dem er einen weiten Bogen über die Zeiten und Systeme spannte. So wollten die Nationalsozialisten das Strategiespiel Schach, das "geistige Gewehrspiel", gerade für die harte Zeit des Krieges als Nationalspiel der Deutschen etablieren. In der Sowjetunion erlangte Schach als Indikator für die Überlegenheit des sowjetischen Systems eine überragende Bedeutung. Schon Liebknecht (der Marx im Schach überlegen war) habe den Aufruf formuiert: "Arbeiter, lernt Schach, damit ihr euch geistig für den Klassenkampf rüstet."

Entsprechend ging das "Match des Jahrhunderts" 1972 in Reykjavík zwischen dem sowjetischen Weltmeister Boris Spasski und dem Amerikaner Bobby Fischer als "Kampf der Systeme" in die Geschichte ein, so als ob die beiden stellvertretend den Konflikt zwischen dem westlich-kapitalistischen und dem östlich-sozialistischen System auszufechten hatten. Steinbrück: "Wie der Dissident Viktor Kortschnoi, der einst so dicht vor dem Weltmeistertitel gegen den linientreuen Karpow stand und dem ich es so sehr gegönnt hätte, später sagte, war die Niederlage Spasskis ein großer Schlag gegen die sowjetische Überzeugung, dass Schach seine höchste Entwicklungsstufe nur in einem kommunistischen Land erreichen könne."

Mit welchem Schlag gewann Fischer als Schwarzer die fünfte Partie?

Lösung Nr. 42:

Welche prächtige Opferkombination hätte für Weiß gewonnen?

Nach dem doppelten Läuferopfer 1.Lxh7+! Kxh7 2.Dh5+ Kg8 3.Lxg7! ist Schwarz verloren. Auf 3...Kxg7 4.Dg4+ Kh7 setzt 5.Tf3 nebst 6.Th3+ matt, auf 3...f6 (3...f5 4.Ld4!) gewinnen 4.Lh6 als auch 4.Tf3