Wenn Angela Merkel den Uli Hoeneß in sich rausließe, dann sähe das so aus: Sie würde die Hauptstadtpresse ins Kanzleramt bitten und zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und dieser Dingsda ... wie heißt die noch, na, diese Frau, die keiner ernst nimmt, ach ja: Julia Klöckner, Platz nehmen. Sie werde sich das nicht länger gefallen lassen, drohte sie der Presse, diese "herabwürdigende und hämische" Berichterstattung. Horst Seehofer, würde sie bruchlos fortfahren, habe in seinem Innenministerium einen "solchen Scheißdreck" zusammenregiert, dass man die Bayern-Wahl beinahe noch mehr verloren hätte, als man sie ohnehin schon verloren hat. Aber wenigstens sei der Spuk mit diesem Stoiber ja vorbei, würde Merkel hinterherschieben. Der habe zu seiner Zeit in der Bayern-League zwar keinen Dreck, sondern nur Mist zusammenregiert, seinen letzten geraden Satz aber Ende der letzten Eiszeit herausbekommen.

Zu fürchten ist, dass Merkel beim nächsten Presseauftritt nicht den Uli, sondern nur wieder die Angela in sich rauslässt: "Wir müssen zur Sacharbeit zurückkehren." Wenn man Merkel hört, könnte man noch zum Bayern-Fan ... Nee, doch nicht.