Es geht um Kinder, die mehr als 15 Kilogramm wiegen und daher statt des Kindersitzes eine Sitzerhöhung benutzen dürfen. Sind die nicht vorne besser gesichert als hinten – immerhin gibt es für Beifahrer meist Airbags? Eine Zeit lang wurde das empfohlen. Inzwischen sagen aber alle Organisationen, die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen: Hinten ist es sicherer.

Gegen den Vordersitz sprechen vor allem zwei Argumente: Erstens ist der Airbag für Erwachsene optimiert, Kinder könnten bei der heftigen Explosion verletzt werden. Wenn sie trotzdem vorne sitzen, sollte man daher den Sitz so weit wie möglich nach hinten schieben. Zweitens haben viele Autos heute auf den Vordersitzen einen sogenannten Gurtkraftbegrenzer. Der sorgt dafür, dass der Gurt beim Aufprall nicht komplett blockiert, sondern ein wenig nachgibt. Das hilft, Verletzungen zu vermeiden – aber es kann auch die Kinder-Sitzerhöhung, die mit dem Gurt befestigt ist, verrutschen lassen. Also: Solange sie einen speziellen Sitz benutzen, gehören Kinder auf den Rücksitz, auch wenn sie noch so quengeln.

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