Ein Häuschen, im Hochland der Anden, davor ein alter Jeep – und ein Schuppen, in dem der bescheidene Wohlstand der Familie geschaffen wird. Stolz zeigt der Besitzer, Vater von fünf Kindern, dessen Quelle: ein paar Stick- und Webmaschinen, die sich mithilfe einfacher Softwareprogramme auf unterschiedliche Muster im Stil der traditionellen Festbekleidung einstellen lassen und surrend die Stoffbahnen verarbeiten. In dieser Region haben sich noch vor wenigen Jahrzehnten ganze Familien tagein, tagaus an den Webstühlen und Stickmaschinen geschunden. Dann hat eine Entwicklungsbank einigen von ihnen Kredite für den Kauf von Maschinen gewährt, und sie haben nach und nach technisch aufgerüstet. Jetzt arbeiten die Maschinen von selbst. Ihr Eigentümer, seine Frau und seine älteren Kinder konzentrieren sich auf das Zeichnen neuer Entwürfe, auf die Qualitätskontrolle und die Vermarktung der Ware.