Brauchen wir nicht unsere Selbstzweifel? – Seite 1

Ich gehöre zu den Leuten, die mit den Jahren ein paar Gewissheiten um sich versammelt haben, zur Orientierung, wo man steht, wer man ist. Es ist also keine Kleinigkeit, in diesen Wochen zu erleben, wie immer mehr dieser Gewissheiten unter Feuer genommen werden – damit meine ich jetzt nicht, dass in den Wahlen in Hessen und Bayern der Begriff "große Koalition" eine Karikatur geworden ist. Mir geht es mehr um den Bundestagsabgeordneten der Linken, der seine Unterstützung der außerparlamentarischen Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht mit dem Satz erklärte, die Menschen im Lande hätten das Vertrauen in das Parlament verloren. Die Politiker im Bundestag würden nur noch als Einheitsbrei wahrgenommen, Unterschiede zwischen den Parteien nicht erkannt. Der grüne Finanzpolitiker Gerhard Schick argumentierte ähnlich, als er sein Bundestagsmandat zurückgab: Er könne seinen Kampf gegen die Finanzlobby besser außerhalb des Bundestags führen.

Als ich Schüler war, elf Jahre alt, sagte mein Vater eines Morgens zu mir und meinem Bruder: Ihr geht heute nicht in die Schule, ihr schaut heute Fernsehen. Es ging um den Kanzler Willy Brandt und darum, ob er gestürzt wird oder nicht. Die CDU wollte die SPD von der Macht verjagen, mithilfe eines Misstrauensvotums. Wir saßen also stundenlang vor dem Fernseher, und ich habe sicherlich das meiste nicht verstanden, was da geredet wurde. Aber eines habe ich ganz sicher verstanden: Es ist nicht egal, wer da regiert, im Gegenteil – es ist sehr, sehr wichtig. Als Brandt die Abstimmung überstand, jubelten wir vor dem Fernseher. Mein Vater rief dann noch in der Schule an und erklärte, seine Kinder seien nicht krank, sondern hätten was Bedeutsameres zu tun gehabt, als in den Unterricht zu gehen. Es gab ziemlichen Ärger, den wir freudig aushielten.

Ich erinnere mich an die Wahlabende meines Lebens, meistens vor dem Fernseher, bangend, ja, wirklich bangend, dass endlich die Richtigen gewinnen. Waren traurige Abende in der Regel. Ich sage nur: 16 Jahre Helmut Kohl. Und: Ich lebte lange in Bayern, wo ein SPD-Wahlerfolg so wahrscheinlich war wie der deutsche Meistertitel von Schalke 04. Dann kam, endlich, Bundestagswahl 1998, der Wahlsieg von Schröder und Rot-Grün. Ich weiß noch gut, ich habe wirkliches Glück empfunden an diesem Abend.

Natürlich habe ich bemerkt, wie die Leidenschaft in den letzten Wahljahren zurückgegangen ist. Manchmal habe ich sogar die 18-Uhr-Prognose verpasst. Ich kam mir gelegentlich vor wie ein Roboter, der in der Wahlkabine auf ein bestimmtes Kreuz programmiert ist.

Als neulich im ZDF-"heute journal" an die schwere Bombardierung der Stadt Hamburg im Zweiten Weltkrieg erinnert wurde, fehlte etwas. Der Moderator Claus Kleber sprach von den schrecklichen Folgen der Bombenangriffe der Alliierten, und im Filmbeitrag war ein alter Mann zu sehen, ein englischer Pilot, der als junger Mann Bomben über Hamburg abwarf und heute bereut, was er damals getan hat. Eindrucksvoller Mann, der alte Pilot, eindrucksvolle Bilder, auch gegen die Worte von Claus Kleber konnte man nichts sagen. Aber es fehlte etwas. Es fehlte der Hinweis, dass die Deutschen diesen Krieg begonnen und verbrochen haben, dass die Deutschen in erster Linie und vor allem die Täter waren. Dieser Hinweis gehörte immer dazu, ich habe geradezu körperlich gespürt, dass er diesmal fehlte.

Mein Vater, Jahrgang 1929, litt sein ganzes Leben lang darunter, dass er ein begeisterter Hitlerjunge war. Er war überzeugt, wenn die Nazis den Krieg nicht verloren hätten, wäre er ein übler Täter geworden, nichts habe darauf hingewiesen, dass es anders gekommen wäre.

Übrig geblieben ist bei ihm ein lebenslanges tiefes Misstrauen gegen sich selbst, davon hat unser Vater oft erzählt. Dazu gehörte auch eine Geschichte aus seinem Sportunterricht. Die Nazis hatten große Freude an sogenannten Mutproben, und eine sah so aus: Kinder, die noch nicht schwimmen konnten, sollten vom Dreimeterbrett springen, um unten dann nach dem Sprung von älteren Hitlerjungen aus dem Wasser gezogen zu werden. Der Sportlehrer ließ meinen Vater und die anderen in einer Reihe antreten und sagte, wer die Mutprobe verweigere, solle vortreten. Mein Vater erzählte, dass ein einziger Junge vortrat und sagte, er werde das nicht machen, weil er Mutproben für etwas Bescheuertes halte. Mein Vater erzählte, wie sich alle über ihn lustig gemacht hätten, ohne damals auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, dass dieser Junge der einzige Tapfere war unter all den Feiglingen.

Von meiner Mutter, Jahrgang 1931, habe ich eine Szene aus dem Jahr 2009 in Erinnerung, wenige Wochen vor ihrem Tod: Wir waren zusammen in einer Münchner Buchhandlung, und sie stand vor den Neuerscheinungen, den Sachbüchern, sie nahm sich eins und blätterte hinten im Namensverzeichnis, und dabei zitterten ihre alten Hände. Sie suchte den Namen ihres Vaters, meines Großvaters, das Buch hieß Zwangsarbeit bei Daimler-Benz, und ihr Vater war ein Chefentwickler in der Flugmotorenabteilung gewesen, also mittendrin in der Kriegsindustrie. Sie hatte oft von ihm erzählt, aber nie von seiner Rolle während des Krieges, wir hatten auch nicht gefragt. Im Buch stand der Name nicht, aber sie fürchtete, dass er in irgendeinem anderen Buch steht.

Die gebrochene deutsche Identität

Das habe ich also mitbekommen: Der Blick auf mein Land, auf dieses Deutschland, war tief geprägt von Unsicherheit und Misstrauen, von dem Gefühl, es liegt unter der Oberfläche etwas Böses und Gefährliches, und wenn man nicht aufpasst, kommt es wieder zum Vorschein. So bin ich aufgewachsen, so bin ich zur Schule gegangen, und so habe ich weitergelebt. Es war ein bisschen das Gefühl, man stehe wie auf Treibsand, auf wackligem Boden, nie konnte man sich sicher sein: Hier ist der Weg, es ist alles gut.

Wenn nun Horst Seehofer und seine Bayern das Wort Heimat in das Innenministerium und die deutsche Regierungspolitik eingravieren wollen, kann man davon ausgehen, dass sie mit Heimat so ungefähr das Gegenteil meinen von Unsicherheit und gebrochener Identität. Die Zeiten des Treibsands sollen vorbei sein, Heimat bedeutet, es gibt einen klaren Weg für Deutschland, die Besinnung auf das, was dieses Land im Kern ausmacht. Was ist das nun genau für ein Weg? Der Kompass zickt. Markus Söder ließ als frisch gewählter Ministerpräsident das Kreuz Jesu an die Wände der öffentlichen Gebäude nageln, worauf er gleich richtig Ärger mit seiner Kirche bekam, die in dem Kreuz etwas anderes sieht als bayerisches Brauchtum. Von den AfD-Denkern hört man viele Schwärmereien über die deutsche Vergangenheit und auch mal eine Forderung, dass im Deutschunterricht und in den deutschen Theatern nur noch deutschsprachige Stoffe behandelt werden sollten.

Doch auch wenn die Kompassnadel irreläuft, bis hin zum Hitlergruß in den Chemnitzer Straßen und anderswo, tut das der rechten Begeisterung keinen Abbruch. Denn man hat ja einen äußeren Feind ausgemacht, der die nervösen Reihen schließt. Es sind die Flüchtlinge. Sie verändern Deutschland, sie bedrohen Deutschland, sie zerstören Deutschland. Das ist der Sound. Migration sei die Mutter aller Probleme, sagte der Innenminister. Der französische Philosoph und Schriftsteller Jean-Paul Sartre hat den Antisemitismus als Fieberthermometer der inneren Verfasstheit einer Gesellschaft bezeichnet: Es gehe nie um Juden, sondern um die Stimmung in einem Land. Diese Formel lässt sich auch auf die Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen anwenden.

Die Zweifel am eigenen Land: Konservative nennen das gerne den deutschen Selbsthass. Bei mir lief es anders. Die Selbstzweifel an meinem Land führten in die entgegengesetzte Richtung. Die gebrochene deutsche Identität, darin begann ich mich allmählich wohlzufühlen. Dazu gehörten die Erinnerung an den Kniefall von Willy Brandt im Warschauer Ghetto, aber auch das Mantra von Helmut Kohl, Deutschland dürfe sich in Europa nie als Nummer eins aufspielen, müsse immer ein großzügiger und bescheidener Nachbar bleiben, immer eingebettet in die Entscheidungen der Verbündeten. Wir waren anders als andere Länder. Wir waren geschichtsbewusster, vielleicht auch demokratischer. Wir waren vorsichtiger, distanzierter, vielleicht auch verklemmter. Ich fing jedenfalls an, eine positive Eigenschaft nach der anderen in mein deutsches Bilderbuch zu kleben.

Ich hatte früher Freunde, mit denen ich politische Diskussionen zu vermeiden versuchte; geschah es doch, endeten sie in heftigen Streits. Man blieb dennoch befreundet. Ich hatte Bekannte, die waren eindeutig Antisemiten, und trotzdem saß ich Nachmittage mit ihnen zusammen. Kann man es so plump sagen: Sie hatten noch andere, gute Eigenschaften? Doch irgendwann gab es solche Leute nicht mehr. Mein Freundeskreis wurde hermetischer, meine Freunde und Bekannten dachten und lebten so wie ich, im Prinzip. Dies folgte keinem Plan, es geschah einfach. Es war eine Art geschlossene Gesellschaft. Und es geschah noch etwas: Man fühlte sich wohl und rechnete dieses Wohlgefühl immer mehr hoch und übertrug es auf das ganze Land. Aus Zweifel wurde Selbstgefälligkeit. Mein Deutschland, schon ziemlich in Ordnung.

Es gab für mich Wegmarken, an denen Risse in meiner Wahrnehmung sichtbar wurden. Eine war die Veröffentlichung internationaler Studien, die herausarbeiteten, dass es Menschen aus unteren Gesellschaftsschichten in Deutschland viel schwerer haben, nach oben zu kommen, als in vergleichbaren Ländern. Wie bitte, mein fortschrittliches Deutschland – durchzogen von unsichtbaren Mauern? Ja, so ist es. Der Personalchef einer großen Firma nannte mir einmal einen Grund dafür: In Deutschlands Konzernen und Betrieben neige man dazu, immer wieder die gleiche Person einzustellen, und zwar eine, die den Leuten, die einstellen, am ähnlichsten ist – "wir stellen immer wieder uns selbst ein". Anders ausgedrückt: So entsteht das Gegenteil von Vielfalt, von Diversität, dem Zauberwort der modernen Welt.

Eine weitere Wegmarke der Irritation war für mich ein Konzert der deutschen Band Rammstein. Als ich anfing, diese Musik zu hören, viel später als andere, war eine Diskussion in den Feuilletons schon zu Ende. Es ging um die Frage, ob Rammstein eine rechtsradikale Band mit gewaltverherrlichenden Texten ist. Wer wie ich nur die Musik hörte, für den war schnell klar: So ein Unsinn, geradezu absurd, der Nazi-Verdacht. Und dann ging ich ins Konzert, Berliner Wuhlheide, viele Tausend Zuschauer, ausverkauft, es muss 2011 oder 2012 gewesen sein. Wir saßen mittendrin in einem überfüllten Seitenblock. Erster Eindruck: Die Fans sind weiß, deutsch. Viele Paare, viele Kleingruppen. Keine anderen Hautfarben zu sehen, keine Migranten, das in Berlin übliche internationale Sprachengewirr hatte hier Pause.

Es ist nicht egal, wer im Parlament regiert

Als Rammstein anfingen zu spielen, flankiert von einer aggressiven, klamaukartigen Bühnenshow, standen die Leute neben uns sofort auf und brüllten die Texte mit. Ihre Gesichter waren übervoll von Hass. Sie waren wütend – auf irgendwas wütend, das mit ihrem Leben zu tun haben musste, und die Heavy-Metal-Musik von Rammstein mit den provokanten Texten war für sie ein Kanal, diese Wut, diesen Zorn endlich rauszulassen. Wer nicht aufstand und mitgrölte, wie wir, wurde angemacht. Wir verließen das Konzert. Man kann sagen, aus Angst. Die Wütenden hatten uns vertrieben.

Im März dieses Jahres trafen die beiden Schriftsteller Durs Grünbein und Uwe Tellkamp in einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Leipziger Buchmesse aufeinander. Der Streit der beiden sorgte für reichlich Schlagzeilen: der angeblich linke, vernünftige Grünbein gegen den angeblich rechten, radikalen Tellkamp. Am Ende der Veranstaltung stand der Verleger und Ideologe Götz Kubitschek auf, verantwortlich für die Publizierung verschiedener rechtsradikaler Bücher, und sagte, er halte den Riss, der durch diese Gesellschaft gehe und an diesem Abend deutlich geworden sei, nicht nur für wichtig und richtig, sondern dieser Riss müsse "noch viel tiefer werden".

Mir blieb dieser Auftritt in Erinnerung, weil ich an Johannes Rau denken musste. Der wollte mal Bundeskanzler werden, und sein Wahlkampf-Motto hieß: "Versöhnen statt spalten". Als er später Bundespräsident war, sagte Johannes Rau 2004 in einem Interview mit der Journalistin Evelyn Roll: "Wenn Sie ein Haus bauen würden auf Spiekeroog oder am Chiemsee und Sie würden nur Steine aufeinanderlegen, wunderbare Steine, und es kommt ein Sturm, ist das Haus weg. Sie brauchen Mörtel, der das Haus zusammenhält. So wie eine Gesellschaft mehr braucht als Kapital und Arbeit. Wir brauchen mehr als Bilanzen und Shareholder-Value, mehr als Gewinn-und-Verlust-Rechnungen. Wir brauchen etwas, was die Menschen zusammenhält. Das nennen Christen Nächstenliebe. Das nennt die Arbeiterbewegung Solidarität. Das nennt Martin Luther King compassion. Und ich nenne das den Mörtel, der das Haus zusammenhält. Und davon ist bei uns viel zu wenig vorhanden."

Mörtel. Ein bisschen aus der Mode gekommen, das Wort, im politischen Betrieb. Kanzler Gerhard Schröder war auf einem anderen Trip, den Zusammenhalt zu predigen war nicht sein Ding. Er kämpfte gegen bürokratische Verkrustungen, gegen Bequemlichkeit und für Freiheit und Verantwortung des Einzelnen. Sein Blick richtete sich nach oben, er wollte die Wirtschaftsbosse mit der SPD versöhnen. Er war Kanzler ganz nach seiner Biografie: ein Aufsteiger, der sich nicht mehr mit dem beschäftigen will, was er zurückgelassen hat.

Die Noch-Kanzlerin Angela Merkel hat ein Gespür für Probleme, die man lösen muss, wenn sie anfallen. Politik ist für sie die Machbarkeit des Möglichen. "Ich werde den Deutschen dienen", das hat sie immer wieder gesagt. Sie war und ist eine Kanzlerin ganz nach ihrer Biografie: keine Emotionen, und wenn schon ein Traum, dann ist es der Traum von Freiheit, was im Kapitalismus immer auch Geld bedeutet. Ihre außerordentliche Intelligenz hat viele beeindruckt, manchmal bezaubert, gerade jetzt wieder bei der Ankündigung ihres Rücktritts als CDU-Vorsitzende. Nur nicht Leute, die was anderes wollten, das Gefühl zum Beispiel, dass sie Menschen versteht, die Angst haben. "Die Mutter der Entpolitisierung" hat sie Peter Sloterdijk genannt. Angela Merkel hat denen den Weg bereitet, die heute verkünden, dass es doch egal ist, wer von den Apparatschiks im Bundestag regiert.

Erstaunlich, zu welchem Zeitpunkt Gedanken wieder aktuell werden. Da schreibt ein berühmter Schriftsteller eine Rezension eines besonderen Politikerbuchs. Und er zollt dem umstrittenen Politiker Respekt für die Erkenntnis, dass es in einer Gesellschaft, die auf den Hedonismus setzt, immer ziemlich viele Menschen gibt, die am Ende nichts abbekommen von dem Glück – und wütend sind, weil sie nichts abbekommen. Und dass sich mit dieser Wut sehr erfolgreich Politik machen lässt. Diese Passage der Rezension könnte auch in einem Text über das Buch eines AfD-Politikers stehen. Geschrieben hat sie aber der Schriftsteller George Orwell im Jahr 1940, das Buch, das er kritisierte, war Mein Kampf von Adolf Hitler.

Ich versuche am Ende, mein kleines deutsches Puzzle wieder zusammenzusetzen. Es ist nicht egal, wer im Parlament regiert. Es ist gefährlich, das Zentrum der deutschen Politik als einen Ort abzustempeln, an dem die Macht sich nur noch selbst genügt. Der Blick zurück wird mein Gefährte bleiben, zur Erinnerung daran, wie fragil dieses Land ist. Und noch ein Puzzleteil: wie wichtig es ist, sich zu prüfen, wie weit es schon wieder mit der eigenen Selbstgefälligkeit gekommen ist, wenn man sich immer auf der richtigen Seite wähnt. In Liebesgeschichten raten die Klugen, dass Liebe nur dann gelingen kann, wenn die Partner ihre Gegensätze verstehen und sie akzeptieren. Vielleicht ist das auch für ein Land und seine Leute nicht der schlechteste Rat.

Korrekturhinweis: In einer früheren Fassung des Textes gab es eine missverständliche Formulierung im Zusammenhang mit dem Grünen Politiker Gerhard Schick. Schick hatte nicht von einem gelähmten und verkrusteten Bundestag gesprochen. Wir haben das online korrigiert. Außerdem war Helmut Kohl nur 16 Jahre Bundeskanzler und nicht 18, wie es zuvor geheißen hatte. Die Redaktion

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