Der elfjährige Sohn eines Herstellers feiner Lederwaren zeichnete mit Vorliebe Maschinen. Ein Jahr später wurde er für hervorragende Schulleistungen prämiert, dann vertrieb ihn der Krieg in die Heimatstadt seines Vaters. Eine Gewerbeschule und eine Industrieschule schloss er jeweils als Bester ab. An der Polytechnischen Schule hörte er eine Vorlesung über Thermodynamik. Sie war die Initialzündung für seine Karriere.

Die Theorie eines idealen kreisförmigen thermodynamischen Prozesses faszinierte ihn, denn noch existierte keine aus ihr abgeleitete Maschine. Nach einem Zwischenspiel in einer Kältefirma und einem ersten Patent für Klareis in Flaschen machte er sich an die Arbeit. Nach sechs Jahren und vielen Fehlschlägen funktionierte die erste Wärmekraftmaschine. Er war mit einem Schlag berühmt, doch häuften sich die Probleme: Jahrelange Patentprozesse, teure Firmengründungen, der Verkauf seiner Erfindung und verlustreiche Finanzspekulationen untergruben seine Gesundheit.

Seine großen Anlagen bescherten ihm Triumphe, er war jedoch schon einen Schritt weiter und entwickelte Kleinmotoren für zukünftige Verwendungen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde er dafür umjubelt, zu Hause kritisiert. Um einen Rettungsplan seiner Firmen in einem Industrieland zu beschließen, nahm er das Schiff. Am Abend schien er guter Laune zu sein, verabschiedete sich von seinen Freunden und wurde nicht mehr gesehen. Wochen später wurden Kleidungsstücke und persönliche Gegenstände aus dem Meer geborgen. Wer war’s?

Lösung Nr. 48:

Miroslav Nemec, geb. 1954 in Zagreb, wuchs in Freilassing auf. 1973 erhielt er den deutschen Pass. Mit Udo Wachtveitl gibt er seit 27 Jahren im "Tatort" das Kommissaren-Duo. Im Advent touren sie mit Dickens’ "Weihnachtsgeschichte" durch die Städte. Nemec spielt in zwei Rock-Bands, schrieb autobiografische Erzählungen und zwei Krimis