Weil das hier die reale Welt ist, ein echtes Festzelt auf dem Oktoberfest, mit Bierbänken und Biertischen und Kränzen, die vom Zelthimmel hängen, muss Dorothee Bär an einem Dienstagmorgen im September Papier verteilen. Genauer: Visitenkarten. Das Problem: Sie werden nicht ausreichen. 20 Karten hatte sie in der Früh in ihre rechte Dirndl-Tasche gepackt, die ersten hat sie schon auf dem Weg zum Zelt weggegeben, drinnen geht es weiter. Aus der Endlosschleife von Papierausgabe und Small Talk und Händeschütteln schreibt Bär ihrer Assistentin, dass sie Nachschub braucht. Eine Frau wie sie kann nicht zu viele Visitenkarten haben. Nicht jetzt. Immerhin hat ihr iPhone noch ausreichend Akku.