Zahlen führen ein Doppelleben. Von außen betrachtet wirken sie einfach, nüchtern, präzise und daher besonders vertrauenswürdig. Man sieht ihnen aber nicht an, was dahintersteckt: welche Befunde, welche Quellen – und vor allem welche Absichten. Dabei bleiben bestimmte Zahlen, etwa solche zur täglichen Gewalt gegen Ärzte oder zur Menge der angeblichen "Dieseltoten", besser in Erinnerung als viele Worte – und deshalb haben manche falsche Zahlen ein langes Leben. Häufig geistern sie wie Zombies noch durch die Medien, das Netz und Gespräche, wenn die Befunde selbst längst widerlegt worden sind.