Anfang November an einer Ausfallstraße nahe dem Münchner Olympiapark. Links ein Businesshotel, rechts der Showroom eines Autohändlers. Dazwischen ein gläsern-stählernes Bürogebäude. Auf der Plakettenliste der residierenden Firmen steht ganz unten "Westwing". Im zweiten und dritten Stock ist das Start-up-Unternehmen zu Hause, das einem größtenteils weiblichen Millionenpublikum übers Internet Möbel und andere Einrichtungsgegenstände verkauft. Im Oktober wurde Westwing durch seinen Börsengang bekannt; heute liegt der Aktienkurs allerdings rund ein Fünftel unter dem Einstandspreis. 545 Leute aus 40 Nationen arbeiten auf den zwei Etagen, rund die Hälfte der Gesamtbelegschaft. Im Schnitt sind sie 32 Jahre alt und damit 16 Jahre jünger als die Käufer.