Abgebrühter, der

Meist Berufspendler, steht selbst bei umgekehrter Wagenreihung genau richtig am Gleis und steigt dann direkt in den Bahncomfort-Bereich des Großraumwagens

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Bahncomfort-Kunde, der

Vielfahrer mit mehr als 2000 Euro Jahresumsatz, oft Besitzer einer Bahncard 100. Ihn bringt wenig aus der Ruhe, solange die Bahn gut informiert. Besser nicht ansprechen

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China-Imbiss-Kunde, der

Fahrgast, der die anderen Passagiere des Großraumwagens ohne schlechtes Gewissen mit dem Duft von Sojasoße einnebelt. Wahlweise auch in der Döner- oder Pommes-Version unterwegs

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Dosenbiertrinker, der

Feierabendfahrer, der die Mitreisenden im Bordbistro scheut und lieber im Stillen vor sich hin trinkt (was ohnehin billiger ist). Schlummert gern nach dem zweiten Bier ein

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Eisenbahn-Nostalgiker, der

Zumeist älterer Herr, der sämtliche Kursbücher seit 1963 besitzt. Erinnert sich und Sitznachbarn oft an die Werbung der Bundesbahn: "Alle reden vom Wetter. Wir nicht!"

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Fußballfans, die

Meist als Mannschaft uniformierte Gruppe, die mit viel Mühe versucht, andere Reisende für ihren Verein zu begeistern. Ihre gute Laune schwappt aber nur selten auf die Mitfahrer über

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Gelegenheitsfahrer, der

Ist in der Regel eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof und versucht, den richtigen Gleisabschnitt zu finden. Wird hektisch, wenn der hintere Wagen wieder einmal der vordere ist

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Handschuhvergesser, der

In den Wintermonaten wieder vermehrt zu beobachtender Mitfahrer, der sein Versäumnis erst auf dem zugigen Bahnsteig bemerkt

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ICE-Nerd, der

Leser der einschlägigen Fachpresse

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Junggeselle, der

Feiert seinen Abschied von der Einsamkeit stets mit lauter Musik, in Begleitung von Weggefährten und gern mit einer Zug-Polonaise. Schließt auf der Reise selten neue Freundschaften

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Kegelclub, der

Besetzt im Großraumabteil zwei Tische und verbreitet dank mitgebrachter alkoholischer Getränke ("Piccolo") morgens das, was seine Mitglieder für gute Laune halten

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Leseratte, die

Hat mehrere Bücher oder einen Kindle dabei und möchte in Ruhe gelassen werden. Schätzt es nicht, wenn der Sitznachbar fragt: "Ist das Buch gut?"

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Manager, der

Mit seinem Koffer nun auch häufiger in der zweiten Klasse unterwegs ("Gürtel enger schnallen"). Trägt Dreiteiler und siezt Teenager, zieht im Sommer schon mal die Schuhe aus

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Norwegerpulliträger, der

Fährt Zug aus politischer Überzeugung. Hat schon 1980 die Grünen gewählt. Ob China, Nordkorea oder Russland, er hat zu allem eine Meinung

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Obermacker, der

Belegt stets zwei Sitze, um seine Beine adäquat spreizen zu können. Auf die Frage "Ist da noch frei?" reagiert er mit einem fragenden Blick

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Proseccodamen, die

Gruppe von Frauen ab 45, zu Beginn der Reise meist lange auf der Suche nach ihren Plätzen. Nach erfolgreicher Findung lautstarkes Zusammenrufen. Anschließend: "Stößchen!"

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Querulant, der

Schrecken aller Zugbegleiter. Mit ihm als Bahnchef wären die Züge pünktlich. Weiß alles besser und droht gern damit, sich zu beschweren

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Raucher, der

Bricht gelegentlich das Gesetz, wenn er den Halt am Bahnhof für eine schnelle Zigarette direkt am Zug nutzt. Danach deutlich ausgeglichener

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Sitzplatzkapitalist, der

Person, die ungern den Sitz neben sich teilt, daher stets den Gangplatz wählt, mit ihrem Gepäck den Fensterplatz blockiert und bei jedem Halt so tut, als schliefe sie fest

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Tupper-Esser, der

Reisender, der vorsorgt und von zu Hause wahlweise ein Leberwurstbrot oder Zwiebelmettbrötchen mitbringt. Für geruchsempfindliche Mitreisende eine Herausforderung

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Ungezogene Bengel, die

Kleine, extrem ausdauernde Menschen. Machen aus Eltern und Mitreisenden wieder Kinder, deren Sein um eine Frage kreist: "Wann sind wir endlich da?"

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Zugbegleiter, der

Gute Seele, die nichts dafür kann, dass die Heizung wieder ausgefallen oder der Zug spät dran ist. Muss dennoch mit der permanenten Drohung leben, verklagt zu werden (→ Querulant)

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YouTube-Dauergucker, der

Verbindet sich direkt nach dem Einstieg mit dem Netz, fällt dann nicht mehr weiter auf. Liegt der Bahn mit überdurchschnittlichem Strom- und Datenverbrauch auf der Tasche

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X-für-ein-U-Vormacher, der

Besserwisser, der die geiselähnliche Situation der Mitreisenden ausnutzt, um sie zu belehren. Hat stets das Gefühl, sich gut zu unterhalten – was ihm draußen selten passiert

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Wegduckerschaffner, der

Tut, als seien → Fußballfans, → Junggesellen, → Kegelclubs und  → Proseccodamen Freunde der Mitfahrer, und flüchtet vor Hilfesuchenden in den nächsten Waggon

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Vertreter, der

Hört auch im Zug nicht auf zu arbeiten. Gibt daher im Großraumabteil beim Telefonieren Firmengeheimnisse preis ("Ich hab denen jetzt einfach gesagt, wir hätten nur noch 1000 Stück auf Lager")

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