Bernward Lösse fährt durch seinen Wald, er zeigt mal nach links, dann nach rechts. "Der Fichte da geht es schlecht", sagt er. "Die da ist tot. Und die da wird auch bald sterben." Immer wieder sieht man im Grün und letzten Herbstgold seines Mischwaldes graue Fichtenstämme und vertrocknete Buchen stehen. 300 Hektar Forst am Rande des Dorfes Garbeck im Sauerland gehören dem 61-jährigen Waldbauern. Seine Familie bewirtschaftet das "Jungferngut" seit 1401, und alle seine Vorfahren werden in diesen Jahrhunderten Naturgewalten erlebt haben. Aber so heftig wie Bernward Lösse in nur elf Jahren?