Die deutsche Rechte lebt von ihrer Lautstärke. Bei der AfD ist die Stimulation von Ängsten Kerngeschäft: je schriller, desto besser. Umso schwerer wiegt ihr Schweigen zu manchen Themen – wie etwa zur neuen Aufrüstung Russlands, die vom Kreml gern mit Folklore aus ruhmreichen Sowjettagen garniert wird. Dabei zählte einst die Mahnung vor der Gefahr aus dem Osten zum rechten Standardrepertoire. Doch im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der sich gerade wieder zuspitzt, neigt man rechts der Lesart Moskaus zu. AfD-Politiker setzen sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ein. Zeugt diese Orientierung nun von einem Bruch historischer Traditionen im deutschen Nationalismus?