Nach seinem Tod hinterließ er ein Familienunternehmen, das sich zum Global Player gemausert hatte. Und noch heute, mehr als fünfzig Jahre später, hat es Bestand, zieht mit seinem "Personal" vor allem junge Leute an, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Ein Gewinnspiel für die Nachkommen, das Pionierwerk zu verwalten und fortzuführen.

Glaubt man den Biografen, begann das Ganze in einer Hinterhof-Garage. Hier brachten er, sein älterer Bruder und ein künstlerisch begabter Freund die Dinge auf wundersame Art ins Laufen. Für das bis dato größte Projekt verpfändete der junge Familienvater damals sogar sein Haus – und wurde endgültig berühmt. So ausgeprägt wie sein Geschäftssinn war eben auch sein Gespür für die Träume und Sehnsüchte der Menschen. Unermüdlich begegnete er ihnen mit Fantasie, Humor und der tröstlichen Hoffnung, dass letztlich das Gute im Leben siegt. Dabei gab es durchaus Kritik an ihm, weil er sich etwa als Firmenchef pedantisch überall einmischte. Mehr noch zürnte man ihm, weil er bei finanziellem Bedarf mit fragwürdigen Geldgebern mauschelte, was in dem Vorwurf gipfelte, er sei ein Rassist.

Privat lebte er eher bescheiden, trug Anzüge von der Stange. Aufgewachsen mit vier Geschwistern, hatte er als Kind schon Geld fürs Familienbudget verdienen müssen: Vor der Schule trug er morgens Zeitungen aus, oft in Eiseskälte, eine ihn nachhaltig prägende Erfahrung. Nur ein Laster gönnte er sich all die Jahre – das Rauchen. Als er die Diagnose Lungenkrebs bekam, war dann schon alles zu spät. Wer war’s?

Lösung Nr. 49:

Der in Paris geborene Ingenieur und Erfinder Rudolf Diesel (1858 bis 1913) entwickelte seine 1893 zum Patent angemeldete "rationelle Wärmekraftmaschine". Als Geschäftsmann ungeschickt, gründete er wenig ertragreiche Firmen, um seine Erfindung zu nutzen. Auf der Überfahrt nach Harwich verschwand er von Bord der "Dresden"