Bis zuletzt war Johan van Hulst (1911 bis 2018) geistig ganz klar; kurz vor seinem Tod mit 107 Jahren hielt er beim Schlussbankett des Tata-Steel-Turniers noch eine humorvolle Ansprache und verteilte vom Rollstuhl aus die Preise. Aber ihn verfolgten auch die Gesichter der jüdischen Kinder, die er während der deutschen Besatzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg nicht schützen konnte.

Der damalige Lehrer, spätere Universitätsprofessor für Pädagogik und auch prominente Politiker rettete unter Lebensgefahr etwa 600 Kindern vor der Ermordung, indem er sie vor der Deportation ins KZ bewahrte. Doch notgedrungen musste er sich dabei für die einen und gegen andere entscheiden. Rechtzeitig gewarnt und untergetaucht, wurde er in absentia zum Tode verurteilt, indes 1972 als "Gerechter unter den Völkern" geehrt.

Der mit Humor gesegnete Johan van Hulst war aber auch ein starker Schachspieler (in den Dreißigerjahren einer der besten der Niederlande), und sogar als er 100 war, spielte er noch Turniere. Als 1970 seine Universität von rebellierenden Studenten okkupiert wurde, spielte er simultan gegen diese und ließ sie versprechen, während der Besetzung die Pflanzen zu gießen.

1976 vereinbarte er beim Simultanspiel gegen den ehemaligen niederländischen Weltmeister Max Euwe remis.

Doch mit welchem fantastischen Zug hätte er als Schwarzer – trotz des furchterregenden weißen Freibauern – sogar gewinnen können?

Lösung aus Nr. 51:

Wie treibt Weiß den schwarzen König in sein eigenes Lager und setzt ihn dort im 8. Zug matt?

Die Treppe führt immer tiefer hinab ins Verderben: 1.h7+! Kxf7 2.g6+ Ke6 3.f5+ Kxd5 4.e4+ Kc4 5.d3+ Kb3 6.Lc2+ Kb2 7.c4+! Sf6 8.Lxf6 matt