Es gibt Scrabbler, die quasi in jeder Partie mit einer Neuheit aufwarten. Claudia Aumüller gehört zu dieser kleinen Gruppe exzellenter Wortspieler. So war die Berlinerin die Erste, die HYGGE aufs gemeinsame Spielfeld zauberte. Dieser Begriff ist erst seit Erscheinen der 27. Auflage des Rechtschreib-Dudens im Sommer 2017 zulässig. Er steht für Gemütlichkeit oder Heimeligkeit (als Lebensprinzip) und kommt aus dem Dänischen bzw. Norwegischen.

Schon viel länger ist die METZE im Duden verzeichnet. Obwohl sie gleich zwei Bedeutungen aufweist (altes Getreidemaß und Prostituierte), war mir das Wort zuvor unbekannt.

In der hier abgebildeten Spielsituation nun gelang Aumüller ein in den 70ern dotierter, gewagter "Bingo" (dazu mehr in der nächsten Woche). Ich bin überzeugt, dass die dreifache Siegerin des ZEIT-Scrabble-Turniers auch die zweite Option gesehen hat, alle Buchstabensteine abzulegen. Und auf die zusätzlichen vier Punkte verzichtete, um mir kein neunfach zählendes Wort zu ermöglichen.

Lösung aus Nr. 51:

Jörg Papewalis legte mit SEEROSE auf 12A–12G nicht nur das mit 91 Punkten wertreichste Wort, sondern es entstand auch ein bildhübsches Mauerwerk