Stefan Homburg: Allgemeine Steuerlehre; Vahlen, 374 Seiten, 7. Auflage, 34,90 Euro

Dieses Buch ist kein müder BWL-Schinken, sondern der heilige Gral der Volkswirtschaft. Wer es gelesen hat, kann die immer gleiche Antwort geben auf die Frage, was eine Steuererhöhung dem Staat bringt und was sie die Bürger kostet. Sie lautet: Alles eine Frage der Elastizität. Homburg ließ uns in den Vorlesungen gern seine intellektuelle Überlegenheit spüren, aber man muss kein Genie sein, um diesen Ritt durch die Steuerlehre zu überstehen. Das Buch hilft mir noch immer, steuerpolitische Debatten einzuordnen.
Claas Tatje

Thomas Ramge, Jan Schwochow: Wirtschaft verstehen mit Infografiken; Ullstein, 2016, 238 Seiten, 48 Euro

Wer ist reich? Was verrät der Big-Mac-Index? Und wie dachte Karl Marx? Die Infografiken in diesem Buch erklären die Wirtschaftswelt besser als so mancher Fachartikel. Selbst komplexe Zusammenhänge, wie das Bankensystem, der CO₂-Preis oder Kryptowährungen, werden damit besser verständlich. Und am besten ist: Auch Themen, die eben noch langweilig klangen, wirken plötzlich hochinteressant.
Laura Cwiertnia

John Carreyrou: Bad Blood – Secrets and Lies in a Silicon Valley Start-up; Penguin Random House, 2018, 352 Seiten, 28 Dollar

Die Geschichte klang grandios. Die erst 19-jährige Elizabeth Holmes gründete im Silicon Valley das Unternehmen Theranos und versprach, mit neuartigen Bluttestgeräten die Medizin zu revolutionieren. Erfahrene Unternehmer wie Rupert Murdoch und Carlos Slim investierten 900 Millionen Dollar in das Start-up. Dass alles ein gigantischer Betrug war, hat der Wall-Street Journal- Reporter John Carreyrou aufgedeckt. In seinem Buch schildert er die Geschichte von Theranos als eine von Lügen, Intrigen und Kaltblütigkeit.
IM

Emilio Galli Zugaro, Jannike Stöhr: Ich bin so frei – Raus aus dem Hamsterrad, rein in den richtigen Job; Random House, 2018, 208 Seiten, 17 Euro

Der eine Autor war 23 Jahre lang Kommunikationschef der Allianz. Die andere hat als Jobtesterin für ein Buchprojekt alle möglichen Arbeiten verrichtet. Zusammen haben sie eine Botschaft: Wir sollten ehrlich fragen, ob unsere Arbeit uns gefällt. Und wer Nein sagt, sollte den Mut haben umzusteigen, statt in der Jobfalle vor sich hin zu leiden. Das Ganze ist eine Erinnerung daran, dass wir doch selbstbewusst und mit Hingabe arbeiten wollen. Das geht nur, wenn es selbstbestimmt und frei geschieht.
Uwe Jean Heuser