Man kann das Leben natürlich einfach sinnlos finden. Kann sagen, dass wir uns die eigene Existenz immer nur schönreden, weil wir den Gedanken an unsere Sterblichkeit nicht ertragen. Und hätte damit eine Haltung formuliert, die logisch durchaus begründbar ist.

Bloß: Mit Logik ist der Frage nach dem Sinn nicht beizukommen. Ob es einen Sinn des Lebens gibt (und falls ja, welchen), ist kein Problem, das sich objektiv lösen ließe. Denn Sinn wird individuell erlebt, nicht intellektuell erfasst. Entweder unser Tun fühlt sich sinnvoll an – oder nicht. Wer sein Leben als sinnvoll erlebt, hat logisch ebenso "recht" wie jene, die ihres als sinnlos erachten.