Die Einsamkeit der Männer zu Beginn des dritten Jahrtausends ist das zentrale, im Grunde das einzige Thema des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq. Von den Göttern verlassen, von der Liebe enttäuscht, von der Weltwirtschaft und der unerträglichen erotischen Konkurrenzsituation im Spätkapitalismus in die Knie gezwungen, ist der europäische Mann zum Untergang verurteilt – und mit ihm das Abendland, das sein Werk und sein ganzer Stolz ist. Der Ausdruck "suicide of the West", sagt Houellebecq, fasse seine Bücher ganz gut zusammen.