Bevor Andreas N. seinen silberfarbenen Mercedes-Kombi in eine Waffe verwandelte, bevor er mehrere Menschen schwer verletzte und eine Frau beinahe tötete, fuhr er in die Waschanlage. Er putzte sein Auto, machte sich von seiner Heimatstadt Essen auf ins benachbarte Bottrop – und schlug zu. Auf dem Berliner Platz in Bottrop, zwischen Postamt, McDonald’s und Kaufland, steuerte Andreas N. seinen Wagen in eine syrische Familie, die dort Silvester feierte. Er rammte den Vater und zwei Töchter, im Vorwärts-, dann im Rückwärtsgang, mit eingeschaltetem Warnblinker. Er riss die Mutter zu Boden und verletzte sie so schwer, dass sie zu verbluten drohte. Dann fuhr er in die nächste Menschengruppe. So erzählen es Augenzeugen und Beamte, die den Ermittlungsstand kennen. Insgesamt steuerte Andreas N. seinen Wagen in der Silvesternacht an mehreren Tatorten in Bottrop und Essen in kleinere und größere Gruppen von Menschen und verletzte neun von ihnen, zum Teil schwer.