Der Dauerlauf ist wohl die einzige Sportart, in der wir Menschen im Vergleich zu Tieren richtig gut sind, in allen anderen Disziplinen werden wir locker übertroffen. Zu Champions auf der Langstrecke macht uns nicht nur unser Laufapparat, sondern vor allem die Fähigkeit, durch Schwitzen den Körper vor Überhitzung zu schützen. Pferde zum Beispiel halten den schnellen Galopp allenfalls ein paar Kilometer durch.

Und deshalb ist das Rennen Mensch gegen Pferd gar keine so abwegige Sache. Seit 1980 findet in dem walisischen Städtchen Llanwrtyd Wells jährlich der "Mensch-gegen-Pferd-Marathon" statt, geboren aus einer Kneipenwette (tatsächlich ist die Laufstrecke etwa 35 Kilometer lang, also etwas kürzer als bei einem Marathon). In den ersten 24 Jahren gewann immer ein berittener Vierbeiner, wenn auch nur mit ein paar Minuten Vorsprung. Aber im Jahr 2004 schlug der Läufer Huw Lobb alle menschlichen und tierischen Gegner. Drei Jahre später lagen sogar zwei Menschen vorn. Wir sind also den Pferden auf der Langstrecke einigermaßen ebenbürtig.

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