Nehmen wir einen typischen pflegebedürftigen Rentner in Deutschland. Er ist alleinstehend und lebt in seiner kleinen Wohnung. Jeden Dienstag bekommt er zweimal Besuch. Am Morgen klingelt eine Pflegefachkraft. Sie hat eine dreijährige Ausbildung hinter sich und gibt unserem Rentner vor allem seine Spritze. Der Besuch dauert nur ein paar Minuten. Gegen Mittag kommt noch eine Pflegehilfskraft, sie hat nur eine Basisausbildung von ein paar Wochen, bleibt aber länger und kümmert sich um die Körperpflege und bringt den Haushalt ein wenig in Ordnung. Nach jedem Besuch tragen beide Pflegenden in einen Plan ein, was sie gemacht haben. Für jede Leistung gibt es Geld – allerdings nur, wenn diese bewilligt ist. Dazu wird der Rentner zuvor eingestuft, das heißt, man setzt fest, welche Leistungen er braucht und welche nicht.