Im Jahr 2004 erschien eine zweibändige Edition des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Max Eitingon, einem außerhalb der Fachwelt kaum noch bekannten Psychoanalytiker. Der Herausgeber, der Historiker Michael Schröter, erkannte in den 800 Briefen aus den Jahren 1906 bis 1939 eine herausragende Quelle für die Geschichte der Psychoanalyse in der Zeit des Nationalsozialismus – genauer gesagt: für die erfolgreiche Arisierung und freiwillige Selbstgleichschaltung der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, deren Vorsitzender Max Eitingon bis 1933 war.