Anders als der Katalysator eines Benziners, der schädliche Abgase in unschädliche umwandelt, ähnelt der Partikelfilter des Dieselmotors einem Kaffeefilter – er hält die kleinen Rußteilchen der Auspuffgase zurück. Ein Kaffeefilter würde hoffnungslos verstopfen, wenn man nie das Papier wechselte. Und auch der Partikelfilter kann sich zusetzen.

Ruß besteht aus unverbrannten Treibstoffresten. Diese fangen Feuer, wenn sie nur heiß genug werden. In der Frühzeit der Dieselfilter musste der Besitzer oder die Besitzerin das ab und zu notwendige "Freibrennen" selbst übernehmen. Heute sind alle Motoren computergesteuert. Sie registrieren es, wenn der Filter voll ist, und leiten alle 500 bis 1000 Kilometer eine sogenannte aktive Regeneration ein. Ohne dass der Fahrer es wirklich merkt, wird mehr Diesel in den Motor gespritzt, welcher entsprechend heißer wird, wodurch der Ruß verglüht. Das steigert kurzfristig den Verbrauch, es gelangen aber keine Rußpartikel in die Luft.

Allerdings kommt auch das modernste Motormanagement nicht gegen die Gesetze der Physik an. Ein Wagen, der immer nur für kurze Fahrten eingesetzt wird, kommt nie auf die nötige Betriebstemperatur. Dann leuchtet bei vollem Filter die "DPF"-Warnleuchte auf, und der Besitzer muss mal kurz auf die Autobahn. Eine Viertelstunde bei Tempo 120 sollte reichen.

Aber auch das Freibrennen hinterlässt Rückstände, unbrennbare Asche. Ist der Filter voll damit, hilft keine Hitze mehr, dann muss er gereinigt oder ausgetauscht werden.

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