A wie ASCHERMITTWOCH. Der erste Buchstabe und zugleich das Ende – vom Karneval. Am Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, die bis Ostern andauert. Und fasten, also zum Beispiel keine Süßigkeiten essen, passt nicht zu Kamellen und Kostümen. Erfunden hat den Aschermittwoch Papst Gregor der Große vor rund 1400 Jahren. Karnevalsfans wissen heute deshalb immer, wann ihr verrücktes Treiben ein Ende hat.

B wie BÜTZCHEN, das heißt "Kuss" und für dich: Achtung! Zu Karneval gilt nämlich Kussfreiheit. Wildfremde Menschen schmatzen sich einfach so auf die Wangen. Wenn du Pech hast, musst du danach mit einem knallroten Lippenstiftabdruck im Gesicht weiterfeiern.

C wie CLOWN. Das ist eins der beliebtesten Kostüme. Viele gehen aber auch als Cowboy oder Indianer, Pirat, Zauberer, Biene, Prinzessin, Vampir. Warum wir uns verkleiden? Siehe "V".

D wie DREIGESTIRN. Das sind: der Prinz, der Bauer und die Jungfrau. Im Kölner Karneval sind sie die Chefs des närrischen Volks. Sie werden jedes Jahr aus einem anderen Karnevalsverein ausgewählt. Aus Gründen, die niemand so genau kennt, muss die Jungfrau übrigens immer von einem Mann gespielt werden.

E wie ELF, denn nicht erst am Jahresanfang ist Karneval, offiziell beginnt er immer schon am 11. 11. um 11.11 Uhr. Deshalb nennen manche Leute den Karneval die fünfte Jahreszeit. Aber warum die Elf? Das erklären wir, wenn es irgendwann jemand herausgefunden hat ...

F wie FASTNACHT oder Fasnet, Fasching, Fastabend, Fastelovend, Fasteleer. All das sind Namen für die verschiedenen Bräuche, nach denen Karneval gefeiert wird.

G wie GLITZER. Pssst, jetzt kommt ein Geheimnis: Glitzer geht immer! Kostüm vergessen? Merkt kein Mensch, solange du dir genug Glitzerpaste auf die Wangen schmierst.

H wie HOCHBURG. Das sind keine extragroßen Schlösser, sondern Städte, in denen Karneval richtig doll gefeiert wird. In Deutschland zählen dazu zum Beispiel Köln, Mainz und Düsseldorf. Feiern darf man aber natürlich auch überall sonst.

I wie INTERNATIONAL, denn Karneval feiern Menschen nicht nur in Deutschland. In Rio de Janeiro in Brasilien gibt es jedes Jahr eine Parade der Tanzschulen. Sie gehört sogar zu den größten Festen der Welt. Zum Karneval in Venedig in Italien reisen Menschen von überallher an. Dort tragen alle ganz besondere und oft auch etwas gruselige Masken.

J wie JECKEN. So werden im Rheinland die Menschen genannt, die Karneval feiern. Woanders heißen sie meistens Narren. Egal, wo man feiert, und egal, ob das dort Karneval, Fasching oder Fastnacht heißt: Narren und Jecken sind dafür bekannt, dass sie gern Blödsinn machen. Mehr dazu liest du unter "V".

K wie KAMELLEN, das heißt Süßigkeiten für alle! Früher waren das Karamellbonbons, heute wird alles Mögliche von den Wagen geschleudert, sogar ganze Tafeln Schokolade. Manche Zuschauer nehmen deshalb extra einen Regenschirm mit. Wenn man den aufspannt und umdreht, kann man besonders viele Kamellen fangen. Siehe auch "Z".

L wie LALALA, denn ohne Musik wäre die verkleidete Feierei nur halb so lustig. Wann sieht man sonst schon hüpfende Krokodile, schunkelnde Cowboys und Ballerina-Vampire?