Seit einigen Jahren lebe ich nun schon von meinem Mann getrennt. Die Erziehung unserer Kinder, zwölf und sechzehn Jahre alt, teilen wir uns. Faktisch bin ich also nicht alleinerziehend. Andere Mütter in Hartz IV befinden sich da in einer prekäreren Lage, das weiß ich. Und doch stehe ich häufig, wenn das Jobcenter ein Angebot schickt, vor einer schwierigen Abwägungsfrage: Soll ich annehmen und dadurch wichtige Zeit mit meinen Kindern verlieren? Oder ablehnen und das Familienleben – auch nach der Trennung – so gut wie möglich intakt halten?