Gerhard Poppenberg ist Professor für Romanistik an der Universität Heidelberg und hat eine Studie über Bücher geschrieben, die sich mit intellektuellen Debatten und Theoriemoden der Bundesrepublik befasst ("Herbst der Theorie", Matthes & Seitz Verlag). Für seine Sympathien mit dem postmodernen Denken wurde Poppenberg harsch kritisiert, unter anderem von Andreas Kablitz, selbst Verfasser eines Buches über Literaturtheorie. Im Kern lautet der Vorwurf, die Postmoderne habe jene fundamentalen Gewissheiten zerstört, auf die wir heute, in den Zeiten von Fake-News und Instabilität, dringend angewiesen zu sein glauben. Im Folgenden geben wir Gerhard Poppenberg Gelegenheit, seinen Kritikern zu antworten.