Schon Jürgen Elsässers erste Worte klingen bedrohlich, als er die Initiative "Ein Prozent für unser Land" im Februar 2016 öffentlich vorstellt: "Wir haben die Pressekonferenz kurzfristig angesetzt, weil die Lage jetzt sehr dramatisch ist." Weil die Situation mit den Flüchtlingen in Deutschland so düster sei, brauche es nun endlich eine starke Gegenwehr. Deshalb hat er an diesem Tag nach Berlin eingeladen, gemeinsam mit dem emeritierten Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider und Götz Kubitschek. Der einstmals linke Aktivist Elsässer und Kubitschek sind alte Bekannte aus der rechten radikalen Szene, sie versuchen seit Jahren, als Verleger und Publizisten den öffentlichen Diskurs in ihre Richtung zu verschieben. Sie sehen sich als der nationale Widerstand. Vor den anwesenden Journalisten und Kamerateams kündigen sie eine Verfassungsbeschwerde gegen die Politik der Masseneinwanderung an.