In Ungarn blüht die Staatskunst. Im ganzen Land ließ Viktor Orbán Plakate aufhängen, die zwei triumphal lachende Gestalten zeigen, zwei Feinde des Volkes, zwei Vertreter der kosmopolitischen Elite. Dem einen wächst eine monströs große Nase aus dem Gesicht, es ist EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der andere Finsterling ist George Soros, ein Großinvestor, der neben seinem Kerngeschäft liberale Stiftungen finanziert. Viktor Orbán, von der CSU jahrelang hofiert, mag den Liberalismus nicht und schafft ihn gerade ab. Seinen Landsmann George Soros mag er auch nicht. Soros ist Jude.