Leif Spaeth ist ein Mensch, der gern auf Nummer sicher geht. Morgens steigt er in seinem Heimatort Lauenburg früher als nötig ins Auto, um auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz in Hamburg nicht in Stress zu geraten. In seinem Job als Softwareentwickler prüft er lieber einmal mehr, ob seine Programme funktionieren. Wenn er in Urlaub fliegt, ist er überpünktlich am Flughafen: "Besser eine Viertelstunde warten, als durch die Gänge stratzen." Und als er im April vergangenen Jahres seinen Mobilfunkanbieter wechselte, da kündigte er seinen Vertrag fast sechs Monate im Voraus: "Mit viel Puffer", sagt Spaeth, "damit nichts schiefgeht." Ging es dann aber doch: Noch Anfang März musste sich Spaeth mit der Kündigung herumschlagen und wartete auf Geld, das O₂ ihm trotzdem noch abgebucht hat. "Und selbst wenn ich das Geld wiederbekommen sollte, hat mich das alles Zeit und Nerven gekostet", sagt Spaeth, "dabei habe ich doch alles richtig gemacht."