Jesus hat das Down-Syndrom. Das Gesicht ist rund, der Mund steht offen, die Augen gehen schräg nach oben. So schmiegt sich das Gotteskind auf dem Marienbild des italienischen Malers Andrea Mantegna (1431–1506) an seine Mutter. Kinder mit Trisomie 21, das zeigt sich mit diesem Bild, hat es wohl schon immer gegeben. Auch in Tausende Jahre alten Skeletten findet sich die häufigste Chromosomenabweichung von Neugeborenen. Wird es mit dieser Konstante der Menschheitsgeschichte aber nun zu Ende gehen? Der medizinisch-technische Fortschritt könnte dazu führen, dass bald keine Kinder mit Down-Syndrom mehr geboren werden.