Bei Sturm und Regen zog es ihn nach draußen, dann hatte er den meist von Ausflüglern und Schiffe-Guckern bevölkerten Weg vor seiner Haustür für sich allein. Die Hutkrempe ins Gesicht gezogen, eilte er am Flussufer entlang. Und wenn er durchnässt nach Hause kam, hatte er gewiss ein gewitztes Wortspiel im Kopf, gemäß seinem Ruf als Buchstabenjongleur und dichtender Denker mit einem Faible für Gassenjargon.

Er war das "Ergebnis" einer Affäre, die Mutter hatte ihn, um nicht "in Schande zu fallen", wie es damals hieß, fern ihres Wohnorts zur Welt gebracht und dann daheim das uneheliche Kind als adoptiert ausgegeben. Später, als Lehrerin an der Dorfschule, verfasste sie gereimte Elogen auf Jubilare und prägte damit sein Gespür für Sprache.

Nach abgebrochenem Studium begann er zu publizieren, anfangs noch gemeinsam mit einem Freund, der tragisch jung verstarb. Er aber schuf in bald 60 Jahren ein preisgekröntes Werk: Essays, Märchen, Tagebücher und vor allem Lyrik – für ihn ein "utopischer Raum, in dem freier geatmet, inniger empfunden, radikaler gedacht und zusammenhängender gefühlt werden kann" als in der realen Welt. Klang und Rhythmus von Reimen und Wortspielen empfand er als Musik, verwandt dem Jazz.

Politisch besehen war er mit seinen Hoffnungen auf eine gerechtere Gesellschaft stets Kind seiner Zeit, misstraute aber jeder Ideologie. Und von der Nachwelt wünschte er sich bescheiden, "dass ihr vielleicht in die unterste Stufe / der Ringelnatztreppe / meinen Namen einkerbt". Wer war’s?

Lösung Nr. 13:

Der russische Zar Alexander II. (1818 bis 1881) bestieg 1855 den Thron. Sein Beiname "der Befreier" geht auf die Abschaffung der Leibeigenschaft zurück. 1863 ließ er den polnischen Aufstand niederschlagen. Am 13. 3. 1881 überstand er ein erstes Attentat unverletzt, das zweite, wenige Minuten später, kostete ihn das Leben