Die deutsche Grammatik ist – da beißt die Maus keinen Faden ab – anspruchsvoll. Doch was Pennälern das Leben schwer macht, das vereinfacht das Leben der Scrabbler. Ein schönes Beispiel sind die unregelmäßigen Verben: Während Schüler Person, Numerus und Tempus zu benennen in der Lage sein müssen, genügt dem wortspielenden Volk die bloße Kenntnis über die Zulässigkeit.

In der hier abgebildeten Spielsituation verbirgt sich ein interessanter Fall. Der HUB ist gemäß Duden ein Nomen, dem sich im Dativ ein E sowie im Genitiv ein S anhängen lässt. Die Buchstabenkombination stellt aber gleichzeitig die – veraltete, jedoch gültige – Präteritumform von "heben" dar. Dadurch ergibt sich eine weitere Option der Verlängerung: das T. Ob dieses Wissen relevant für die heutige Scrabble-Aufgabe ist, bleibt abzuwarten.

Gesucht ist jedenfalls ein Zug, der mit einem Wert in den mittleren 70ern dotiert ist und hinter dem sich – wie der Zufall so will – sowohl ein Nomen als auch eine Verbform verbergen kann.

Lösung aus Nr. 13:

Timon Boerner platzierte RUDERNS auf N6–N12 und erzielte somit 80 Punkte. Der zweitbeste Zug lautete SURRENDER auf C1–C9, dotiert mit 61 Zählern

Es gelten nur Wörter, die im Duden, "Die deutsche Rechtschreibung", 27. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen. Die Regeln finden Sie im Internet unter www.scrabble-info.de