Die Fehler waren nicht zu übersehen. Zwei Buchstabendreher, vier falsche Konjunktionen. Gleich vorne im Anschreiben. Und dann begann die Bewerbung auch noch mit dem Satz: "Ich bin 42 Jahre alt." Das war schon alles "sehr, sehr ungewöhnlich", sagt Harald Weber, als er sich Ende Februar vor dem Münchner Landgericht an die seltsame Bewerbung von Sven K. erinnert. Die lag im August 2011 auf dem Schreibtisch des Unternehmensberaters in Mannheim. Weber, Geschäftsführer der kleinen Firma Your Sales, musste nicht lange überlegen. Er schickte eine Absage an den Bewerber raus.